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Klimapfad für Gebäude: Stranded-Asset-Risiken mit dem digitalen Heizungskeller reduzieren

30. September 2026 | Christian König

Wie Heizungsmonitoring die CRREM-Performance verbessern und zum langfristigen Werterhalt von Immobilien beitragen kann

Wie hoch ist das CO₂-Risiko Ihrer Gebäude?

Ermitteln Sie jetzt, an welche Stelle des Klimapfades Sie der digitale Heizungskeller bringen kann.

Expertenrat zum optimierten Betrieb

Die wichtigen Informationen vorab:

CRREM-Pfad in Deutschland: Wie schnell müssen Gebäude besser werden?

  • CRREM definiert für Deutschland eigene Pfade je Assetklasse und Nutzungsart. Ein deutsches Mehrfamilienhaus folgt beispielsweise dem Residential-Pfad, ein Bürogebäude dem Office-Pfad.
  • CRREM betrachtet zwei zentrale Dimensionen: Die Carbon Intensity misst die operativen CO₂-Emissionen pro Quadratmeter und Jahr. Die Energy Use Intensity (EUI) beschreibt den Energieverbrauch pro Quadratmeter und Jahr.
  • Die zulässigen Werte sinken kontinuierlich. Deshalb kann ein Gebäude den Klimapfad künftig überschreiten, obwohl sein eigener Energieverbrauch konstant bleibt.
  • Für Immobilienverantwortliche entstehen daraus drei zentrale Fragen: Wo steht das Gebäude heute? Wann droht ein Misalignment? Welche Maßnahmen verbessern seine Position auf dem Klimapfad?

CO₂-Intensität Deutschland, orientierende CRREM-Werte

Jahr Bürogebäude Wohngebäude / MFH
2020 ca. 53 kg CO2e/m²a ca. 32 kg CO2e/m²a
2030 ca. 21 kg CO2e/m²a ca. 12 kg CO2e/m²a
2040 ca. 3 kg CO2e/m²a ca. 1,6 kg CO2e/m²a
2050 nahe 0 nahe 0

Energieintensität Deutschland, orientierende CRREM-Werte

Jahr Bürogebäude Wohngebäude / MFH
2020 ca. 200 kWh/m²a ca. 146 kWh/m²a
2030 ca. 108 kWh/m²a ca. 77 kWh/m²a
2050 ca. 85 kWh/m²a ca. 60 kWh/m²a

Hinweis: Die Werte dienen als Orientierung. Für konkrete Asset-Berechnungen sollten Immobilienverantwortliche den aktuellen CRREM-Datensatz, die jeweilige Assetklasse und die aktuelle Methodik verwenden.

Immoconn: Von Heizungsdaten zum Klimapfad

Bild Christian König
Christian König:

“Verschiedene Faktoren können dazu führen, dass eine Immobilie zum Stranded Asset wird. Ein wesentlicher Treiber ist mangelnde Transparenz über den tatsächlichen Betrieb der technischen Anlagen – insbesondere im Heizungskeller. Mit Immoconn schaffen wir diese Transparenz und geben Eigentümern die Möglichkeit, ineffiziente Betriebsweisen frühzeitig zu erkennen und gezielt zu korrigieren. So lassen sich vermeidbare Mehrverbräuche reduzieren und Gebäude länger auf ihrem Klimapfad halten.”

Der Mehrwert von Immoconn entsteht aus der engen Verzahnung von Analyse und Umsetzung. Erkannte Ineffizienzen lassen sich direkt adressieren – etwa durch die Anpassung von Heizkurven, Betriebszeiten und Regelparametern. Reale Verbrauchsdaten zeigen zudem, wie wirksam die vorgenommenen Anpassungen tatsächlich sind. Auf diese Weise verbessert Immoconn die Gebäudeperformance kontinuierlich und unterstützt dabei, Energieintensität und Emissionen zu senken.

Für Eigentümer entsteht daraus mehr als ein operativer Effizienzgewinn. Die umfassende Datengrundlage unterstützt dabei, besser zu unterscheiden, welche Defizite sie durch eine optimierte Betriebsführung beheben können und wo tatsächlich struktureller Sanierungsbedarf besteht. Mit Immoconn erkennen Eigentümer, welche Effizienzpotenziale die Umsetzung konkreter Handlungsempfehlungen oder eine automatisierte, bedarfsgerechte Steuerung des Heizungsbetriebs eröffnet. Dadurch können sie Investitionen fundierter priorisieren und gezielter auf die Maßnahmen lenken, die für die langfristige Performance des Assets entscheidend sind.

Wer den Klimapfad kontinuierlich erfasst, kann Stranded-Asset-Risiken frühzeitig reduzieren

Häufig gestellte Fragen

Ein Stranded Asset ist eine Immobilie, deren wirtschaftliche Attraktivität aufgrund veränderter Anforderungen deutlich sinkt. Im Kontext der Dekarbonisierung kann eine dauerhaft hohe Energie- oder CO₂-Intensität den Wert eines Gebäudes belasten und zusätzlichen Investitionsbedarf auslösen. Auch eine schlechtere Vermietbarkeit oder steigende Finanzierungskosten können das wirtschaftliche Risiko erhöhen. Nach den EBA-Leitlinien müssen auch Banken Klima- und Nachhaltigkeitsrisiken zunehmend in ihre Kreditentscheidungen einbeziehen. Für energieintensive Gebäude kann das strengere Konditionen, höhere Zinsen oder im Einzelfall eine Kreditablehnung bedeuten.

 

Ein Klimapfad beschreibt, wie stark ein Gebäude seinen Energieverbrauch oder seine CO₂-Emissionen über die Zeit reduzieren muss, um definierte Klimaziele einzuhalten. Eigentümer können daran ablesen, ob sich die Performance ihres Assets langfristig innerhalb der angestrebten Dekarbonisierungsziele bewegt.

Das Misalignment Year bezeichnet das Jahr, in dem ein Gebäude den für das Asset relevanten CRREM-Pfad voraussichtlich überschreitet. Die Kennzahl zeigt damit, ab wann die prognostizierte Gebäudeperformance nicht mehr mit dem zugrunde gelegten Dekarbonisierungspfad übereinstimmt und zusätzlicher Handlungsbedarf entstehen kann.

CRREM selbst ist kein gesetzlich verpflichtender Standard. Das Modell dient Eigentümern und Investoren als Instrument, um Transitionsrisiken und die langfristige Klimaperformance von Immobilien zu bewerten. Regulatorische Anforderungen an Gebäude können unabhängig davon verbindliche Vorgaben für Energieeffizienz oder Emissionen festlegen, wie beispielsweise das Gebäudemodernisierungsgesetz.

Der digitale Heizungskeller kann dazu beitragen, das Misalignment Year nach hinten zu verschieben, wenn operative Optimierungen den Energieverbrauch und damit gegebenenfalls die CO₂-Intensität eines Gebäudes dauerhaft senken. Wie stark sich das Misalignment Year verändert, hängt vom jeweiligen Asset, seiner Ausgangsperformance und dem relevanten CRREM-Pfad ab.

 

Reale Verbrauchsdaten zeigen, wie viel Energie ein Gebäude tatsächlich benötigt. Betriebsdaten aus der Heizungsanlage helfen zusätzlich dabei, Ursachen für erhöhte Verbräuche zu erkennen. Dazu zählen beispielsweise Vor- und Rücklauftemperaturen, Heizkurven, Laufzeiten sowie Verbrauchsdaten in Echtzeit (z. B. Zählerstände). Auf dieser Basis lassen sich Effizienzpotenziale identifizieren und gezielt nutzen.

Eine optimierte Heizungssteuerung kann vorhandene Effizienzpotenziale im laufenden Betrieb ausschöpfen und dadurch den Energieverbrauch reduzieren. Bei strukturellen Defiziten des Gebäudes bleiben jedoch technische oder bauliche Maßnahmen erforderlich. Die Betriebsdaten helfen Eigentümern dabei, diesen Sanierungsbedarf früher zu erkennen und Investitionen fundierter zu planen.

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