Schlüssel Digitalisierung der Heizungsanlagen für die Wärmewende

Heizungsmonitoring in Norddeutschland: Digitalisierung als Schlüssel zur Wärmewende in der Wohnungswirtschaft

8. Oktober 2025 | Team Immoconn

Vortrag der Geschäftsführer Christian König und Julian Dawo auf der Arbeitstagung des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) am 23. September 2025 in der Kulturwerft Gollan in Lübeck

Herausforderungen bei großen Immobilien-Portfolios

Wie funktioniert Immoconn?

Fernsteuerung auf Kundenwunsch

Automatisierte Störungsmeldungen individuell angepasst

Handlungsempfehlungen kombinieren KI mit Expertenwissen

Immoconn setzt auf eigenes Heizungsbaumeister-Team

Fallbeispiele aus Norddeutschland

Beispiel 1

Im ersten Beispiel sehen wir uns ein fernwärmebeheiztes Gebäude mit 84 Wohneinheiten an. Eine Nachtabsenkung ist von 23 Uhr bis 6 Uhr eingestellt. In der Plattform sehen wir die Vorlauftemperatur, die Rücklauftemperatur und beziehen auch die Außentemperatur mit ein. Die Nachtabsenkung ist zwar vorhanden, aber mit einem zu geringen Delta zwischen Tag und Nachtschaltung. Aktuell sind es nur 3 Kelvin Unterschied. Hier ist die Empfehlung, das Ganze auf ein Delta von ca. 8 Kelvin zu erhöhen. In Summe können wir durch die Umsetzung dieser und zusätzlicher weiterer Maßnahmen im Gesamtsystem 21 Prozent Energie einsparen. 

Diagramm zur Heizkreistemperatur mit Analyseergebnis: Geringer Unterschied zwischen Tag- und Nachtbetrieb; Empfehlung, das Delta auf 8 Kelvin zu erhöhen.

Beispiel 2

Im zweiten Beispiel sehen wir uns den Heizkreis eines Gebäudes mit 28 Wohneinheiten und Radiatorenheizung an. Im Dashboard sehen wir eine sehr geringe errechnete Spreizung zwischen Vorlauf- und Rücklauftemperatur. Bei Radiatorenheizung sollte die Spreizung im Idealfall zwischen 15 und 20, auf jeden Fall aber über 10 sein. Hier liegt sie durchschnittlich unter 4 und es kommt kaum zu einem Energieaustausch. Wir überwachen auch die Leistungsaufnahme der Pumpe und können sehen, wie sich der Mischer verhält. Darauf basierend können wir die Empfehlung geben, den Volumenstrom zu reduzieren und die Mischereinstellungen so zu optimieren, dass man die Spreizung signifikant erhöhen kann. Mit diesem Mix aus Handlungsempfehlungen schafft man hier fast 20% Einsparung. 

VNW Beispiel 2 Heizkreis einer Heizungsanlage

Beispiel 3

Im Folgenden sehen wir uns ein Gebäude mit 18 Wohneinheiten und einem Mix aus Gas und Wärmepumpe an. Wer in seinem Portfolio Wärmepumpen mit einem Spitzenlastkessel installiert hat, kennt diese Problematik. Es wurde ein Spitzenlastkessel installiert, um Spitzenlasten auszugleichen, nicht um kontinuierlich durch zu laufen. Genau das identifizieren wir aber regelmäßig. Wir sehen in der roten Kurve (Vorlauftemperatur), dass der Gaskessel oder die Gastherme permanent läuft. Hier ist die Empfehlung, sich die Steuerung genauer anzuschauen und zu prüfen, warum die Temperaturen so hoch sind. Oft sind es die Standardeinstellungen der Gastherme, die nicht wissen, dass noch eine Wärmepumpe installiert ist. Wenn man das System richtig aufeinander abstimmt, ist man in der Lage, feingranular oder auch aus der Ferne besser steuernd einzugreifen. Mit einer besseren Abstimmung lassen sich hier 16% Einsparung erreichen. 

VNW BEispiel 3 Wärmepumpe für die wärmewende

Beispiel 4

Das nächste ist ein typisches Beispiel mit einem klassischen Plattenwärmetauscher, ganz häufig in der Boilerladung also der Warmwasseraufbereitung verbaut. Wir sehen hier, dass der Unterschied zwischen den Temperaturen vor dem Plattenwärmetauscher und den Temperaturen nach dem Plattenwärmetauscher sehr groß ist. Auch das kann verschiedene Ursachen haben, oft ist ein defekter oder häufig nur verschmutzter Plattenwärmetauscher die Ursache. Sobald dieser gereinigt ist, braucht man nicht mit so hoher Temperatur in den Plattenwärmetauscher reinfahren, um beim Warmwasser die aus Trinkwasser-Hygiene-Sicht geforderten Temperaturen zu erreichen, die man erreichen möchte. 

VNW Beispiel 4 Boilerladekreis

Beispiel 5

Das letzte Beispiel sehen wir auch häufig. Es werden hohe Warmwassertemperaturen gefahren, weil es einzelne Mieterbeschwerden gab, dass es zu kalt war. Oder aufgrund von Legionellenprüfungen wurde eine thermische Desinfektionen durchgeführt, die später aber vergessen wurde. Erst durch ein Monitoring wird identifiziert, dass man mit Warmwassertemperaturen jenseits der 70 Grad fährt. Hier ist die Empfehlung, die Temperatur auf 60 Grad Auslass / 55 Grad Zirkulation zu reduzieren, um immer noch mit der Trinkwasserverordnung konform zu sein. 

VNW Warmwassertemperaturen über 70Grad

Wie können auch Sie Ihr Immoconn-Projekt starten?

Wir haben zahlreiche Referenzen, die sehr gerne für ein Gespräch zur Verfügung stehen. Wenn Sie Interesse haben, mit einem Vorstand, Geschäftsführer oder Technischen Leiter einer Referenz aus Ihrer Umgebung zu sprechen, kommen Sie gerne auf uns zu.

Offene Eingangstüren zur Kulturwerft Gollan, durch die mehrere Personen in eine beleuchtete Halle gehen; rechts steht ein Schild mit der Aufschrift ‚Kulturwerft Gollan – Internationale Kunst, Kultur und Events‘.

👉 Immoconn macht den Heizungskeller digital

Rüsten Sie Ihre Heizräume jetzt mit Imoconn aus und profitieren Sie von reduzierten Energiekosten, einer besseren CO₂-Bilanz und zufriedenen Mietern – auch im heterogenen Bestand. Vereinbaren Sie noch heute eine unverbindliche Beratung und machen Sie Ihre Immobilien bereit für die Zukunft

JETZT GESPRÄCH VEREINBAREN